In den letzten Jahren findet sich der Irish Coffee immer seltener auf den Getränkekarten beliebter Bars. Dieses Dahinschwinden geschieht jedoch zu Unrecht: Noch immer sind viele Kaffee- und Alkoholgenießer begeistert von der besonderen Mischung. Zum Glück könnt ihr den Irish Coffee mit nur vier Zutaten ganz einfach zuhause nachmachen.

Das Wichtigste in Kürze

  •  Irish Coffee ist eine Kaffeespezialität mit Whiskey und geschlagener Sahne.
  • Er schmeckt süß bis mild mit ausgeprägten Kaffeearomen.
  • Irish Coffee gilt als typisches Herbstgetränk für gesellige Runden.

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist Irish Coffee?
  • Die Geschichte des Irish Coffee: Ein Getränk zum Aufwärmen
  • Rezept: Wie macht man Irish Coffee?
  • Irish Coffee servieren und trinken
  • Irish Coffee alkoholfrei: Welche Varianten sind möglich?
  • Fazit: Irish Coffee zubereiten und genießen

Was ist Irish Coffee?

In Irland nennt man den Irish Coffe auch Caife Gaelach, also "gälischer Kaffee". Die meisten Länder führen das Getränk in Bars und Restaurants, manchmal sogar in der Cocktailkarte - immerhin enthält es Alkohol. Bei Irish Coffee handelt es sich nämlich um gesüßten Kaffee mit irischem Whiskey. Dekoriert wird mit leicht geschlagener, fast noch flüssiger Sahne.

Das Schöne am Irish Coffee ist sein süßlicher Geschmack, der vor allem durch den karamellisierten Zucker und die Milde des Irish Whiskey zustande kommt. Viele Kaffeetrinker, aber auch Freunde des Alkoholgenusses schätzen das besondere Aroma. Am besten kommt es an verregneten Herbst- und Wintertagen zur Geltung, wenn man sich in die Wärme des eigenen Zuhauses zurückziehen kann.

Die Geschichte des Irish Coffee: Ein Getränk zum Aufwärmen

Selbstverständlich wurde der Irish Coffee in Irland erfunden - und zwar in den 1940er Jahren vom Restaurantbesitzer Joe Sheridan. Dessen Restaurant lag am Flughafen Foynes, wo der Legende nach einige amerikanische Reisende strandeten. Durch die schlechte Witterung konnte ihr Flugzeug nicht abheben, die Gäste waren durchnässt und verfroren. Daraufhin servierte Sheridan ihnen heißen Kaffee mit einem Schuss Whiskey, um sie aufzuwärmen.

Von diesem Zeitpunkt an wurde die Spezialität in Irland immer öfter serviert. 1952 erzählte der Reisejournalist Stanton Delaplane seinem Freund Jack Koeppler davon, der das Café "Buena Vista" in San Francisco betrieb. Koeppler flog daraufhin nach Irland, suchte nach der richtigen Mischung der Zutaten und kopierte das Getränk in seinem Café. Das "Buena Vista" galt daher lange Zeit selbst als Geburtsort des Irish Coffee.

Rezept: Wie macht man Irish Coffee?

Für einen echten Irish Coffee erhitzt ihr zuerst zwei Teelöffel braunen Zucker über offener Flamme und lasst ihn karamellisieren. Anschließend werden 3 bis 4 cl Whiskey hinzugefügt. Der Whiskey sollte möglichst mild sein, damit er sich nicht über das Kaffeearoma legt. Während des Erhitzens soll sich der Zucker im Whiskey auflösen, er darf jedoch nicht anfangen zu kochen, damit der Alkohol erhalten bleibt.

Währenddessen könnt ihr 250 ml Kaffee kochen. Dabei ist besonders wichtig, dass ihr zu einer möglichst starken Sorte greift. Instantkaffee oder krümeliges Pulver sollten tabu sein, denn die Stärke des Kaffees trägt das gesamte Aroma.

Hat der Whiskey angefangen zu dampfen, nehmt ihr die Mischung vom Herd und füllt sie in einen Irish Coffee Cup. Dieser Becher sollte bereits vorgewärmt sein, zum Beispiel durch das Ausspülen mit kochendem Wasser. Füllt das Glas mit dem Kaffee auf und rührt einmal kräftig um.

Zuletzt werden ungefähr 50 ml Sahne geschlagen, jedoch nur leicht, sodass sie gerade die passende Konsistenz hat, um nicht zu zerfallen. Vermischt sie sich mit dem Kaffee, ist sie zu flüssig. Lasst die Sahne über einen Löffelrücken in das Glas rutschen, bis sie auf der Oberfläche des Drinks schwimmt - und fertig ist der Irish Coffee.

Irish Coffee servieren und trinken

Dekorieren könnt ihr euren Irish Coffee nach Herzenslust. Am liebsten wird die Sahnehaube mit geraspelter Schokolade, Keksstücken oder etwas Karamellsirup verziert. Serviert wird der Kaffee auf jeden Fall ohne Löffel, denn Umrühren ist hier verboten. Stattdessen wird der heiße Kaffee durch die kältere Sahnehaube hindurch geschlürft.

Der Irish Coffee gilt als klassisches Herbstgetränk, das einen regnerischen, kühlen Tag verschönern kann. Durch den heißen Kaffee und den süßen Geschmack ist er so etwas wie das Erwachsenen-Pendant zur heißen Schokolade. In Irland trinkt man die Spezialität besonders gern am späten Nachmittag mit Freunden, Kollegen oder der Familie.

Irish Coffee alkoholfrei: Welche Varianten sind möglich?

n Irland ist die Zubereitung des Irish Coffee mit echtem, irischen Whiskey natürlich Pflicht. Habt ihr aber andere Vorlieben, könnt ihr bei der Wahl des Alkohols gern alles ausprobieren, was ihr mögt. Zum Beispiel kann sich auch ein schottischer Whiskey für die Kaffeespezialität eignen, der etwas weniger mild und stattdessen rauchiger schmeckt.

Wer überhaupt keinen Alkohol trinkt, für den sollte der Irish Coffee eigentlich nicht die erste Wahl sein. Immerhin zeichnet er sich durch den Whiskey besonders aus. Soll der Irish Coffee aber in einer geselligen Runde getrunken werden, in der es einen alkoholfrei lebenden Menschen gibt, kann auch ein alkoholfreier Doppelgänger gezaubert werden: Dafür benötigt ihr einen speziellen Kaffeesirup, der in Bars verwendet wird und über ein Whiskey-Aroma verfügt.

Fazit: Irish Coffee zubereiten und genießen

In den 1940er Jahren erfand Restaurantbesitzer Joe Sheridan den Irish Coffee, der heute als Spezialität für regnerische Herbstabende gilt. Ein Original Irish Coffee besteht aus starkem Kaffee, irischem Whiskey, karamellisiertem Zucker und leicht geschlagener Sahne. Das Ergebnis ist ein milder, süßer Geschmack, bei dem der Alkohol und die Würze des Kaffees trotzdem nicht zu kurz kommen. Kurz gesagt: Genießer haben am vielfältig variierbaren, aromatischen Irish Coffee ihre helle Freude.