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Espresso Martini: Das klassische Rezept für den Kaffee-Cocktail

Nadine Scheinervon Nadine Scheiner · aktualisiert 06.10.2026
Kurz gesagt: Ein Espresso Martini besteht aus 40 ml Wodka, 30 ml frisch gebrühtem Espresso, 20 ml Kaffeelikör und 10 ml Zuckersirup. Die Zutaten werden mit Eis 15–20 Sekunden kräftig geschüttelt und in ein vorgekühltes Martiniglas abgeseiht. Der Drink wurde 1983 vom Barkeeper Dick Bradsell in London erfunden. Die charakteristische Schaumkrone entsteht durch Kaffeeöle, die sich beim Shaken mit Luft verbinden.
Espresso martini auf einen Blick
ZutatenWodka, Espresso, Kaffeelikör, Zuckersirup
Mengenverhältnis4:3:2:1 (Wodka:Espresso:Likör:Sirup)
Alkoholgehaltca. 20 % vol. (eigene Rechnung)
Zubereitungszeit5 Minuten
GlasMartiniglas (vorgekühlt)
Garnitur3 Kaffeebohnen
ErfinderDick Bradsell (1983)
IBA-KategorieNew Era Drinks
SchwierigkeitEinfach

Was ist ein Espresso Martini?

Ein Espresso Martini ist ein Kaffee-Cocktail aus Wodka, frischem Espresso, Kaffeelikör und Zuckersirup, der eisgekühlt in einem Martiniglas serviert wird. Der Drink gehört zur Kategorie der After-Dinner-Drinks und wird von der International Bartenders Association (IBA) als „New Era Drink“ klassifiziert.

Geschmacklich hat der Espresso Martini nichts mit einem klassischen Martini aus Gin und Wermut gemein. Der Name entstand allein durch das V-förmige Martiniglas, in dem der Cocktail serviert wird. Ursprünglich hieß der Drink „Vodka Espresso“, bevor er in den 1990er Jahren in „Espresso Martini“ umbenannt wurde.

Das Rezept wurde 1983 vom britischen Barkeeper Dick Bradsell im Fred's Club in London erfunden. Ein Model soll einen Drink verlangt haben, der sie „aufweckt und dann umhaut“ („wake me up, and then fuck me up“). Bradsell kombinierte daraufhin Wodka mit frischem Espresso und Kaffeelikör.

Welche Zutaten brauche ich für einen Espresso Martini?

Für einen Espresso Martini brauchst du vier Zutaten: 40 ml Wodka, 30 ml frisch gebrühten Espresso, 20 ml Kaffeelikör und 10 ml Zuckersirup. Diese Mengen ergeben ein ausgewogenes Verhältnis von etwa 4:3:2:1. Die International Bartenders Association empfiehlt 50 ml Wodka, 30 ml Kahlúa, einen Espresso und Zuckersirup nach Geschmack.

Der Wodka sollte hochwertig sein, da er die alkoholische Basis bildet. Marken wie Grey Goose oder Belvedere eignen sich gut, weil sie geschmacksneutral sind. Der Espresso muss frisch gebrüht sein und sollte eine mittlere bis dunkle Röstung mit Schokoladen- und Nussnoten haben. Ein Robusta-Anteil im Blend sorgt für mehr Crema.

Als Kaffeelikör wird klassischerweise Kahlúa verwendet. Alternativen wie Mr. Black oder Tia Maria funktionieren ebenfalls, solange der Likör intensiv und nicht zu süß ist. Der Zuckersirup ist optional, aber klassischer Bestandteil des Rezepts. Die Menge kannst du nach Geschmack anpassen.

  • 40 ml Wodka
  • 30 ml frischer Espresso (abgekühlt)
  • 20 ml Kaffeelikör (z. B. Kahlúa)
  • 10 ml Zuckersirup
  • Eiswürfel
  • 3 Kaffeebohnen zur Garnitur

Wie bereite ich einen Espresso Martini zu?

Die Zubereitung dauert etwa 5 Minuten und erfolgt in vier Schritten: Glas vorkühlen, Zutaten shaken, abseihen und garnieren. Stelle das Martiniglas zunächst für 5 Minuten in den Gefrierschrank. Brühe währenddessen den Espresso und lasse ihn kurz abkühlen.

Gib alle Zutaten mit Eiswürfeln in einen Shaker und schüttle 15–20 Sekunden kräftig. Das kräftige Shaken ist entscheidend, damit sich die Kaffeeöle mit Luft verbinden und die charakteristische Schaumkrone entsteht. Verwende große, solide Eiswürfel, damit der Drink nicht verwässert.

Seihe den Drink durch ein Barsieb in das vorgekühlte Glas. Für eine besonders feine Textur kannst du doppelt abseihen, um Eiskristalle und Kaffeesatz zu entfernen. Garniere den Espresso Martini mit drei Kaffeebohnen.

  • Martiniglas 5 Minuten in den Gefrierschrank stellen
  • Espresso brühen und kurz abkühlen lassen
  • Alle Zutaten mit Eis in den Shaker geben
  • 15–20 Sekunden kräftig shaken
  • Durch ein Barsieb in das Glas abseihen
  • Mit 3 Kaffeebohnen garnieren

Warum hat mein Espresso Martini keine Crema?

Die Schaumkrone entsteht durch Kaffeeöle im frischen Espresso, die sich beim kräftigen Shaken mit Luft verbinden und stabilisieren. Ohne frischen Espresso oder bei zu schwachem Shaken bildet sich keine stabile Crema. Instantkaffee oder Cold Brew liefern nicht den typischen schaumigen Abschluss.

Für eine stabile Crema wird ein Espresso-Blend mit Robusta-Anteil empfohlen. Der Espresso sollte außerdem nicht zu heiß sein, daher empfiehlt es sich, ihn kurz abkühlen zu lassen.

Shaken ist der wichtigste Schritt für die Crema. Schüttle den Drink mindestens 15 Sekunden lang kräftig, damit sich genügend Luftbläschen bilden. Ein zu kurzes oder zu sanftes Shaken führt zu einer dünnen, schnell zerfallenden Schaumkrone.

Welcher Kaffeelikör eignet sich am besten?

Kahlúa ist der klassische Kaffeelikör für Espresso Martini und wird in der IBA-Rezeptur empfohlen. Mr. Black ist eine intensivere Alternative mit weniger Süße. Tia Maria funktioniert ebenfalls, solange der Likör intensiv und nicht zu süß ist.

Die Wahl des Kaffeelikörs beeinflusst die Süße des Drinks. Mr. Black wird als Empfehlung genannt, wenn du einen intensiveren Kaffeegeschmack bevorzugst. Kahlúa ist die klassische Wahl und liefert eine ausgewogene Süße.

Vermeide Sahneliköre wie Baileys im klassischen Rezept. Baileys verändert die Konsistenz und den Geschmack stark und macht aus dem Espresso Martini einen Cream-Cocktail. Wenn du Baileys verwenden möchtest, ist das eine eigene Variation, kein klassischer Espresso Martini.

KaffeelikörAlkoholgehaltSüßeKaffeegeschmack
Kahlúa–hochmittel
Mr. Black–geringstark
Tia Maria–mittelmittel

Kann ich einen Espresso Martini ohne Kaffeelikör machen?

Ja, du kannst einen Espresso Martini ohne Kaffeelikör zubereiten, indem du den Likör durch zusätzlichen Espresso und Zuckersirup ersetzt (eigene Rezeptur). Verwende 50 ml Wodka, 50 ml Espresso und 15–20 ml Zuckersirup (eigene Rezeptur). Der Drink wird dadurch kaffeebetonter und weniger süß.

Eine Alternative ist die Verwendung von Kaffeesirup statt Kaffeelikör (eigene Rezeptur). Kaffeesirup enthält keinen Alkohol, liefert aber die nötige Süße und Kaffeenote. Reduziere in diesem Fall den Zuckersirup auf 5–10 ml, da der Kaffeesirup bereits süß ist (eigene Rezeptur).

Ohne Kaffeelikör schmeckt der Drink weniger komplex. Er bringt Süße und Kaffeearoma ins Getränk, die im reinen Espresso fehlen. Wenn du keinen Kaffeelikör hast, ist die Variante mit mehr Espresso und Sirup aber eine gute Notlösung.

Wie stelle ich Zuckersirup für Cocktails selbst her?

Zuckersirup stellst du aus gleichen Teilen Zucker und Wasser her (1:1). Gib 100 g Zucker und 100 ml Wasser in einen Topf und erhitze die Mischung unter Rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Der Sirup muss nicht kochen.

Lasse den Sirup abkühlen und fülle ihn in eine saubere Flasche. Für einen Espresso Martini brauchst du pro Drink 10 ml.

Alternativ kannst du fertigen Zuckersirup kaufen, zum Beispiel Monin Sirup. Fertige Sirupe haben den Vorteil, dass sie länger haltbar sind und eine konstante Süße haben. Selbstgemachter Sirup ist günstiger und enthält keine Konservierungsstoffe.

Welche Variationen des Espresso Martini gibt es?

Beliebte Variationen sind der Baileys Espresso Martini, der Rum Espresso Martini und der Vanilla Espresso Martini. Beim Baileys Espresso Martini verwendest du 25 ml Vodka, 25 ml Baileys, 30 ml Espresso, 15 ml Kaffeelikör und 10 ml Vanillesirup. Der Drink wird dadurch cremiger und süßer.

Beim Rum Espresso Martini ersetzt du den Wodka durch 40 ml dunklen Rum. Der Rum verleiht dem Drink eine wärmere, karamellige Note. Für den Vanilla Espresso Martini verwendest du Vanille-Wodka statt normalem Wodka.

Weitere Variationen sind die Zugabe von Minze oder die Verwendung von Cold Brew statt Espresso. Cold Brew liefert jedoch nicht den typischen schaumigen Abschluss. Wenn du eine Crema möchtest, bleibe bei frisch gebrühtem Espresso.

Warum wird der Espresso Martini mit drei Kaffeebohnen garniert?

Die drei Kaffeebohnen symbolisieren Gesundheit, Wohlstand und Glück. Die Bohnen werden auf die Crema gelegt und dienen als visuelles Erkennungsmerkmal des Drinks.

Die Kaffeebohnen sind essbar, schmecken aber intensiv bitter. Du kannst sie mitessen oder im Glas lassen. Die Anzahl drei ist dabei nicht zufällig gewählt.

Achte darauf, die Bohnen erst nach dem Abseihen auf den Drink zu geben. Wenn du sie vor dem Servieren zu lange im Glas lässt, können sie untergehen. Lege sie vorsichtig auf die Crema, damit sie sichtbar bleiben.

Rezept: Espresso Martini

Für 1 Drink (ca. 100 ml)

Zutaten

  • 40 ml Wodka
  • 30 ml frischer Espresso (abgekühlt)
  • 20 ml Kaffeelikör (z. B. Kahlúa)
  • 10 ml Zuckersirup
  • Eiswürfel
  • 3 Kaffeebohnen zur Garnitur

Zubereitung

  1. Martiniglas 5 Minuten in den Gefrierschrank stellen.
  2. Espresso brühen und kurz abkühlen lassen.
  3. Wodka, Espresso, Kaffeelikör und Zuckersirup mit Eiswürfeln in einen Shaker geben.
  4. 15–20 Sekunden kräftig shaken.
  5. Durch ein Barsieb in das vorgekühlte Glas abseihen.
  6. Mit 3 Kaffeebohnen garnieren und sofort servieren.

Häufige Fragen

Kann ich einen Espresso Martini alkoholfrei zubereiten?

Ja, ersetze den Wodka durch alkoholfreie Wodka-Alternative und den Kaffeelikör durch Kaffeesirup (eigene Rezeptur). Verwende 50 ml alkoholfreien Wodka-Ersatz, 40 ml Espresso und 15 ml Kaffeesirup (eigene Rezeptur). Die Zubereitung bleibt gleich.

Was kann ich statt eines Shakers verwenden?

Ein Einmachglas mit Schraubdeckel oder ein Proteinshaker funktionieren als Shaker-Ersatz. Fülle die Zutaten mit Eis ein, verschließe das Gefäß und schüttle kräftig.

Kann ich Instantkaffee statt Espresso verwenden?

Ja, aber Instantkaffee liefert nicht den typischen schaumigen Abschluss. Löse den Instantkaffee in heißem Wasser auf und lasse ihn abkühlen.

Warum wird mein Espresso Martini zu wässrig?

Zu kleine oder zu weiche Eiswürfel schmelzen zu schnell und verwässern den Drink. Verwende große, solide Eiswürfel und lasse den Espresso vor dem Shaken kurz abkühlen.

Welche Gläser eignen sich für Espresso Martini?

Klassisch wird ein Martiniglas (V-förmig) verwendet. Alternativ eignet sich eine Coupette. Das Glas sollte vorab 5 Minuten in den Gefrierschrank gestellt werden.

Kann ich Espresso Martini vorbereiten?

Nein, der Drink sollte frisch zubereitet werden. Du kannst aber den Espresso vorab brühen und kurz abkühlen lassen.

Mein Fazit

Der Espresso Martini verbindet Kaffee und Cocktail elegant, ohne zu süß zu sein. Die Zubereitung ist einfach, erfordert aber frischen Espresso und kräftiges Shaken für die Crema. Ich empfehle, hochwertigen Wodka und einen intensiven Kaffeelikör zu verwenden, weil beide Zutaten den Geschmack deutlich prägen. Wer den Drink alkoholfrei genießen möchte, sollte auf alkoholfreie Wodka-Alternativen und Kaffeesirup zurückgreifen.